Gartenteich: Hilfe, die Algen kommen


Um es gleich zu sagen, chemische Mittel gegen Algen sorgen nur kurzfristig für jedes klare Verhältnisse, sind im neu angelegten Teich in den ersten zwei Jahren und in sehr kleinen Teichen freilich so gut wie unverzichtbar. Als Alternative können Sie Filter im Gartenteich installieren, die die Algen aus dem Wasser ziehen oder Algen mit UV-Licht unschädlich zeugen. Solche Filter sind freilich teuer.
Wärme und viele Nährstoffe im Wasser lassen Algen wachsen. Schwebealgen trüben den Gartenteich, die dicken, watteartigen Kissen von Fadenalgen treiben uff dem Wasser, setzen sich zwischen Pflanzen verspannt und können den Teich regelrecht ersticken.
In großen Teichen mit hoch einem Meter Tiefe sind Algen eigentlich eine lästige Kinderkrankheit, die nachdem einigen Jahren durch dies natürliche Gleichgewicht im Wasser geheilt wird, wenn dieser Teich richtig bepflanzt ist. Bei kleinen Teichen ohne Pumpe, Filter oder Bachlauf und mit hohem Fischbesatz stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Abbau von Pflanzenresten nicht so gut ein, Algen werden immer ein Thema sein. Die dicken Kissen aus Fadenalgen verschwinden freilich mit dieser Zeit.
Gartenteich: Hilfe, die Algen kommen
Krebsscheren nach sich ziehen nachhaltig, schmale Blätter und schwimmen im Sommer an dieser Wasseroberfläche. Foto: T. Römling
Die einfachste Methode gegen Algen ist Handarbeit, nämlich ein stabiler Stock, um die Sie die Fadenalgen wie Spaghetti windeln und dann mit dem Fuß abstreifen können. Auch eine Holzharke zieht die zähen Algen aus dem Gartenteich.
Kescher mit engmaschigen Netzen fischen neben Algen sekundär taktgesteuert lästige Wasserlinsen mit ab. Auf vereinen Teleskopstiel gesteckt, reichen Kescher problemlos solange bis zur Teichmitte.
Gartenteich: Hilfe, die Algen kommen
Fadenalgen lassen sich wie Spaghetti aus dem Gartenteich ziehen.
Vorbeugen ist immer besser wie Heilen, eine richtige Bepflanzung vom Gartenteich ist unentbehrlich. Schwimmpflanzen wie dieser Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) und Krebsscheren (Stratiotes aloides) halten sich im Boden zwar verspannt, nehmen ihre Nahrung freilich offenherzig aus dem Wasser und nehmen sie so den Algen weg. Unterwasserpflanzen wie Tausendblatt (Myriophyllum) oder Laichkraut (Potamogeton natans) gebunden spielen weitere Nährstoffe und reichern dies Wasser vor allem mit Sauerstoff an.
Um die Algen im Gartenteich nicht noch zu füttern, sollten welke Pflanzenteile sofort weit werden und in kleinen Teichen sollten Sie uff Fische verzichten, deren Kot dies Wasser ebenfalls mit Nährstoffen anreichert.
Text: Thomas Heß

Über Marita Schmidt

Marita Schmidt

Überprüfen Sie auch

Gartenbank: Kurze Pause zwischendurch

Die Gartenbank ist der ideale Ort für die kurze Pause zwischendurch. Ob aus Teak oder Metall, wir geben Tipps zum Kauf einer Gartenbank und zeigen schöne Modelle.

Schreibe einen Kommentar