Hortus Insectorum: Ein Garten für Insekten

Erinnern Sie sich noch daran, wie es vor 15, 20 Jahren war, qua man nachdem einer längeren Autofahrt sein Auto abstellte?“, fragt Markus Gastl. „Mein Vater schimpfte immer, weil er eine Armada an welcher Scheibe zerschellter Insekten abwischen musste. Und heute? Selten nutzen Autofahrer die an Tankstellen bereitstehenden Eimer mit Wischern, leicht, weil kaum noch Insekten an welcher Scheibe kleben. Das liegt daran, dass sich dasjenige sogenannte Luftplankton in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 80 Prozent reduziert hat.“

Der Franke liebt solche anschaulichen Beispiele und Beschreibungen, um die Menschen für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren. Sein Fachwissen gibt er gerne in Vorträgen und nebst Führungen durch seinen 7.500 Quadratmeter großen Insektengarten, den „Hortus Insectorum“, weiter. Ein wichtiges Anliegen ist ihm zudem, ein Hortus-Netzwerk weiterführend dasjenige ganze Land aufzubauen, damit die Insekten und anderen Tiere „Trittsteine“ finden, die es ihnen zuteilen, in dieser für sie feindlichen Welt zu überleben.

Markus Gastl mit einem Schau-Insektenhotel

Markus Gastl mit seinem Schau-Insektenhotel

Eine Radreise durch Amerika, genauer gesagt die Durchquerung von welcher Spitze Südamerikas solange bis nachdem Alaska, ließ den früheren Geographie-Studenten die Schönheit und Zerbrechlichkeit welcher Natur hautnah erleben. Als er nachdem zweieinhalb Jahren ankam, gab er sich selbst dasjenige Versprechen, in seiner Heimat kombinieren Garten anzulegen, in dem selten gewordene Pflanzen und Tiere kombinieren Lebensraum finden würden. Ein zum Verkauf stehender Hof mit Gras- und Weideland im mittelfränkischen Beyerberg bot die geeignete Fläche.

Insekten in den Garten versuchen

Um den Boden abzumagern, ließ Markus Gastl den Mutterboden abtragen und sine tempore Wildblumen an: „Auf gut gedüngtem Boden haben die meisten Wildblumen keine Chance, da sie ganz schnell von den stark wachsenden, nährstoffliebenden Arten verdrängt werden.“ Seine Rechnung ging uff und künftig schon stellte sich eine Vielfalt an Insekten ein, die uff bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind. Und mit ihnen kamen dann die größeren Tiere, die sich von Insekten ernähren.

Steinpyramiden

Steinpyramiden schaffen Lebensraum und versinnbildlichen für den Gärtner wichtige Begriffe wie Vergebung, Wiedergutmachung, Liebe und Lachen. 35 1/2 sind es, weil Markus Gastl so frühzeitlich war, qua er den Entschluss fasste, kombinieren Garten anzulegen

„In der Natur hängt alles zusammen, es ist wichtig, dass wir die ökologischen Kreisläufe verstehen lernen“, ist seine Forderung. Als er den ersten Laubfrosch am Teich entdeckte, freute er sich unbändig, denn die einzige Froschart Mitteleuropas mit Haftscheiben an den Enden welcher Finger und Zehen steht uff welcher Roten Liste. Mit den Jahren wuchsen dasjenige Wissen und die Erfahrung des Gärtners, und daraus entwickelte er dasjenige Drei-Zonen-System, dasjenige ein ökologisches Zusammenspiel welcher Gartenflächen gewährleistet.

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Schon uff kleinster Fläche lässt sich dieses System umtopfen, sogar uff einem Balkon. Wer sich in dasjenige Thema einlesen möchte, dem empfehlen wir dasjenige Buch „Drei Zonen Garten“. „Für die Insekten ist jede Blüte wichtig“, betont Markus Gastl und so wirbt er uff seiner Internetseite www.hortus-insectorum.de um Mitstreiter .

Wildtulpen (sinister) sind sehr genügsam. Sie gedeihen prächtig uff dem mageren, kalkhaltigen Boden in welcher Hotspotzone. Natternkopf (Echium vulgare) bildet eine blaue Insel vor dem Schäferwagen (rechts)

Die drei verschiedenen Zonen im Gesamtschau

Überblick über die Zonen

Auf welcher Zeichnung sind die drei Zonen gut zu wiedererkennen

Die drei Zonen im Gesamtschau

1. Die Pufferzone umgibt den Garten und grenzt ihn zu den umgebenden Feldern durch eine Hecke aus einheimischen Sträuchern ab. Den Strauchschnitt belässt welcher Naturgärtner in dieser Zone, damit Insekten, Igel und Vögel Unterschlupf finden.

Steinpyramidenweg

Der Pyramidenweg kennzeichnet den Vererbung von welcher Puffer- zur Hotspotzone. Reisighaufen, Sandhügel und Totholzstämme offenstehen vielen Insekten, Vögeln und Säugetieren Schutz

2. Die Hotspotzone zeichnet sich durch Steingartenanlagen und kombinieren geistig mager gehaltenen Boden aus. Hier kann eine große Pflanzenvielfalt gedeihen, die viele Insekten und Tiere anlockt. Einmal im Jahr wird gemäht und dasjenige Mähgut fern.

3. Die Ertragszone schließt sich unverblümt ans Wohnhaus an und ist in Folge dessen schnell erreichbar. Der Boden welcher Gemüse– und Kräuterbeete wird mit Kompost und dem Mähgut aus welcher Hotspotzone gedüngt. Außerdem wachsen hier Beerensträucher.

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