Lebende Fossilien im Garten

Als lebende Fossilien bezeichnet man Pflanzen und Tiere, die schon seit dem Zeitpunkt Jahrmillionen uff jener Erde leben und sich in diesem langen Zeitraum kaum verändert nach sich ziehen. In vielen Fällen waren sie schon aus fossilen Funden namhaft, zuvor man die ersten lebenden Exemplare entdeckte. Das gilt Neben… zu Händen die folgenden drei Baumarten.

Wollemie (Wollemia nobilis)

Als jener heute 45-jährige Parkwächter David Noble 1994 eine schwergewichtig zugängliche Schlucht im australischen Wollemi-Nationalpark erkundete, fand er verschmelzen Baum, den er noch nie gesehen hatte. Er schnitt somit verschmelzen Zweig ab und ließ ihn von Experten im Botanischen Garten von Sydney untersuchen. Dort hielt man die Pflanze zunächst zu Händen verschmelzen Farn. Erst denn Noble von einem etwa 35 Meter hohen Baum berichtete, ging ein Expertenteam jener Sache vor Ort uff den Grund – und traute seinen Augen nicht: Die Botaniker fanden in jener Schlucht etwa 20 ausgewachsene Wollemien – ein Araukariengewächs, dasjenige fast wie seit dem Zeitpunkt 65 Millionen Jahren denn ausgestorben galt. Später wurden in den benachbarten Schluchten jener Blue Mountains an jener australischen Ostküste weitere Wollemien entdeckt, so dass die bekannte Population heute annäherungsweise 100 Altbäume umfasst. Ihre Standorte werden getarnt gehalten, um die dringend vom Aussterben bedrohte, weitestgehend 100 Millionen Jahre Schachtel Baumart so gut wie möglich zu schützen. Untersuchungen nach sich ziehen gezeigt, dass die Gene aller Pflanzen weitgehend inhaltsgleich sind. Das deutet darauf hin, dass sie sich – obwohl sie Neben… Samen zusammenfügen – vorwiegend vegetativ durch Ausläufer vermehrt nach sich ziehen.

Große Wollemie

Bis zu 40 Metern kann die immergrüne Wollemie hoch werden

Der Grund zu Händen dasjenige Überleben jener alten Baumart Wollemia, die zu Ehren Ihres Entdeckers mit dem Artnamen nobilis getauft wurde, sind wahrscheinlich die geschützten Standorte. Die Schluchten eröffnen diesen lebenden Fossilen ein konstantes, feucht-warmes Kleinklima und schützen sie vor Stürmen, Waldbränden und anderen Naturgewalten. Die Nachricht vom Sensationsfund verbreitete sich wie ein Lauffeuer und es dauerte nicht heftige Menstruationsblutung, solange bis die Nachzucht jener Pflanze gelang. Seit einigen Jahren ist die Wollemie Neben… in Europa denn Gartenpflanze zugänglich und hat sich – mit gutem Winterschutz – im Weinbauklima denn genügend winterhart erwiesen. Das älteste deutsche Exemplar ist im Frankfurter Palmengarten zu bewundern.

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Die Wollemie befindet sich im Hausgarten in guter Gesellschaft, denn es gibt noch ein paar andere lebende Fossilien, die sich dort bester Gesundheit erfreuen. Das bekannteste und Neben… aus botanischer Sicht interessanteste lebende Fossil ist jener Ginkgo: Er wurde Anfang des 16. Jahrhunderts in China entdeckt und kommt denn Wildpflanze nur in einer sehr kleinen chinesischen Bergregion vor. Als Gartenpflanze ist er durchaus schon seit dem Zeitpunkt Jahrhunderten in ganz Ostasien verbreitet und wird denn heiliger Tempelbaum verehrt. Der Ginkgo entstand zu Beginn des geologischen Zeitalters Trias vor rund 250 Millionen Jahren und ist damit 100 Millionen Jahre älter denn die ältesten Laubbaumarten.

Ginkgo biloba

Stattlicher Ginkgo mit leuchtend gelber Herbstfärbung im Botanischen Garten Berlin

Botanisch nimmt jener Ginkgo eine Sonderstellung ein, denn er lässt sich weder den Nadelgehölzen, noch den Laubgehölzen klar zuweisen. Er ist wie die Nadelgehölze ein sogenannter Nacktsamer. Das bedeutet, dass seine Samenanlagen nicht vollwertig von einer Fruchthülle – dem sogenannten Fruchtknoten – umschlossen sind. Im Gegensatz zu den Koniferen (Zapfenträgern), deren Samenanlagen meist ungeschützt in den Zapfenschuppen liegen, bildet jener weibliche Ginkgo pflaumenähnliche Früchte. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Pollen jener männlichen Ginkgo-Pflanze in jener weiblichen Frucht zunächst nur eingelagert werden. Zur Befruchtung kommt es erst, wenn die weibliche Frucht reif ist – oft sogar erst dann, wenn sie schon uff dem Boden liegt. Als Straßenbäume werden übrigens ausschließlich männliche Ginkgos gepflanzt, denn die reifen Früchte jener weiblichen Ginkgos verströmen verschmelzen unangenehmen, buttersäureähnlichen Geruch.

Der Ginkgo ist so in die Jahre gekommen, dass er jeder potenziellen Widersacher überlebt hat. Diese lebenden Fossile werden in Europa weder von Schädlingen noch von Krankheiten ereilen. Sie sind zudem sehr bodentolerant und widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung. Aus diesem Grund sind sie Neben… in vielen Städten jener ehemaligen Ostzone solange bis heute die dominierende Baumart. Die meisten Wohnungen wurden dort solange bis zur Wende mit Kohleöfen beheizt.

Die ältesten deutschen Ginkgos sind inzwischen obig 200 Jahre in die Jahre gekommen und an die 40 Meter hoch. Sie stillstehen in den Parks jener Schlösser Wilhelmshöhe zusammen mit Kassel und Dyck am Niederrhein.

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides): Bei alten Exemplaren geht die Stammbasis durch leistenartige Aufwölbungen stark in die Breite

Ein weiterer Veteran aus jener Urzeit ist jener Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides). Er war selbst in China nur denn Fossil namhaft, zuvor 1941 die ersten lebenden Exemplare von den chinesischen Forschern Hu und Cheng in einer schwergewichtig zugänglichen Gebirgsregion im Grenzgebiet jener Provinzen Szechuan und Hupeh gefunden wurden. 1947 wurde Saatgut obig die USA nachher Europa geschickt, unter anderem Neben… an mehrere botanische Gärten in Deutschland. Bereits 1952 bot die Baumschule Hesse aus Ostfriesland die ersten selbst gezogenen Jungpflanzen zum Verkauf an. Inzwischen hatte sich herausgestellt, dass sich jener Urweltmammutbaum durch Stecklinge leichtgewichtig vermehren ließ – welches dazu führte, dass dieses lebende Fossil sich denn Zierbaum in den europäischen Gärten und Parks rasant verbreitete.

Der deutsche Name Urweltmammutbaum ist irgendetwas unglücklich gewählt: Obwohl jener Baum wie jener Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) und jener Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) ein Mitglied jener Familie jener Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae) ist, gibt es rein formal große Unterschiede. Im Gegensatz zu den „echten“ Mammutbäumen wirft jener Urweltmammutbaum im Herbst sein Laub ab, außerdem ist er mit 35 Metern Wuchshöhe in seinem Verwandtenkreis vielmehr ein Zwerg. Mit diesen Eigenschaften steht er jener namensgebenden Art jener Pflanzenfamilie – jener Sumpfzypresse (Taxodium distichum) – sehr nahe und wird von Laien Neben… oft mit dieser verwechselt.

Kurios: Erst nachher dem Fund jener ersten lebenden Exemplare stellte sich hervor, dass jener Urweltmammutbaum vor 100 Millionen Jahren in jener gesamten nördlichen Hemisphäre eine jener dominierenden Baumarten war. Man hatte in Europa, Asien und Nordafrika schon Fossilien des Urweltmammutbaums gefunden, im Gegensatz dazu fälschlicherweise zu Händen Sequoia langsdorfii gehalten, verschmelzen Urahn des heutigen Küstenmammutbaums.

Seinen Lebensraum teilte jener Urweltmammutbaum übrigens weiland mit einem alten Bekannten: dem Ginkgo. Heute kann man die beiden lebenden Fossilien wieder in vielen Gärten und Parks rund um den Globus bewundern. Die Gartenkultur hat ihnen ein spätes Wiedersehen beschert.

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